Donnerstag, 6. September 2018

Fotos/Eine Nacht am Kloster und entlang der Donau

Eine Nacht am Kloster

Wir sind den Donauradweg weiter entlang gefahren. Rechts von uns die Donau und dahinter die serbischen Berge und links von uns die rumänischen Steilwände. Dazu kam gutes Wetter und wenig Verkehr. So etwas weilt leider nicht ewig.. und so kam nach der nächsten großen Stadt auch die nächste große Straße. Ein LKW nach dem anderen und die Möglichkeit auf einen Schlafplatz schwand dahin. Wir haben beschlossen einem Hinweisschild zu einem Kloster zu folgen um dort nach einem Schlaf zu fragen. Das Kloster hatte eine Kirche aus Holzschindeln und von innen war sie voll mit Bildern und Schmuck. Sie war allerdings erst 20 Jahre alt :D Da es dort im Eingang auch Andenken etc zu kaufen gab lief dort auch ein junger Mönch umher, den wir nach einem Plätzchen für uns fragten. Er antwortete selbstverständlich mit einem ja, doch bot er uns einen Platz vor den Toren des Klosters auf einem Parkplatz an. Es war zwar ein Schotterplatz, aber es gab einen kleinen Fluss mit klarem Wasser in dem wir uns “duschen“ konnten. Das tat so gut! Der Bach hatte einen kleinen Wasserfall sodass sich eine kleine Mulde bildete die wir als “Badewanne“ nutzen konnten. Ganz unbeobachtet und umgeben von Blättern mit einem Durchmesser von einem Meter. Nachts wurden wir hin und wieder aus dem Schlaf gerissen, da die Straßenhunde ihr Revier verteidigten und immer wieder neue kamen und andere gingen. Am nächsten Tag suchten wir einen Fahrradladen auf um ein Lenkerband zu kaufen. Der Verkäufer meinte zu uns wir müssen in Rumänien sehr gut auf uns aufpassen und wir sollten nicht wild campen da es “Gipsies“ und viele wilde Tiere gibt. Daraufhin haben wir beschlossen heute mal an einer Haustür zu klopfen.

Rumäniens Straßenhunde

Natürlich haben wir vorher schon von den Straßenhunden in Rumänien gehört. Wir haben auch in Serbien schon eine Hand voll Straßenhunde gesehen, doch es kommt immer alles anders als gedacht. Wir sind morgens, von einem Berg runter, in ein kleines Dorf gefahren und plötzlich stand mitten auf der Straße ein großer Hund. Ich dachte ich mache es einfach so wie ich es in Deutschland getan hätte, also bin ich ganz langsam und mit viel Abstand an dem Hund vorbei gefahren. Arne war sich nicht ganz sicher und blieb mit etwas Abstand lieber stehen. Das war, wie sich herausstellte, auch die bessere Variante. Der Hund bellte und fing an mir hinterher zu laufen bis er auf meiner Höhe war. Ich habe versucht so schnell ich konnte davon zu fahren, aber der Hund konnte auch schnell rennen. Ich weiß noch wie erleichtert ich war, als wir das Bellen nur noch aus Ferne hörten. Die nächsten Tage bin ich jedes Mal zusammen gezuckt wenn ein Hund anfing zu bellen. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt immer und überall von Hunden umgeben zu sein. Beim Picknick machen sitzen sie erwartungsvoll vor dir, beim Essen gehen schleichen sie um die Tische, in den Ortschaften liegen sie am Straßenrand und nachts wirst du von ihnen geweckt. Hin und wieder mal begegnen wir einem aggressiven Hund vor dem wir dann halt machen und einfach ganz langsam und mit Blickkontakt vorbei rollen. So wie in Deutschland Mader und Füchse an der Straße liegen, liegen hier die Hunde tot an den Straßenrändern. Jeder hat einen Hund zu Hause, aber nicht als Familienmitglied, sondern als Wachhund an einer Kette im Garten. Hunde haben hier einen ganz anderen Platz als in Deutschland.

Dienstag, 4. September 2018

Fotos/Erster Regentag

Erster Regentag

Mit dem Übertritt über die Grenze kam auch das schlechte Wetter. Wir sind noch im trockenen fünf Kilometer lang einen Berg hinauf gefahren und haben dort oben unser Lager aufgeschlagen. Es gibt übrigens Bären in Rumänien, also haben wir unser Essen nicht im Zelt verstaut :D Nachts fing es dann an zu regnen und morgens regnete es immer noch. Also holten wir unsere Regenklamotten raus und machten uns in voller Montur auf den Weg den Berg hinabzufahren. Überall hing Nebel über den Bergen und es sah sehr mystisch aus. Der Regen begleitete uns den ganzen Tag. Also haben wir Mittags beschlossen das Zelt aufzubauen und einen Seriennachmittag einzulegen. Dazu gab es eine Packung Prinzenkekse. Der Platz an dem wir zelteten lag direkt an der Donau zwischen zwei Bergketten. Am nächsten Morgen war das Zelt fast wieder trocken und die Sonne gab ihr Bestes die letzten Wolken davon zu schieben und durch den Nebel durchzudringen. Jetzt hieß es wieder Kilometer reißen.

Sonntag, 2. September 2018

Durch Serbien bis nach Rumänien

Nach dem wir unsere “warmshowers“ Gastgeber gestärkt verlassen haben, sind wir Richtung Belgrad gefahren. Belgrad war übrigens echt nicht schön. Es gab keine richtigen Fahrradwege (wie überall in Serbien) und alles war voll und laut. Die Brücke über die Donau, die wir nehmen mussten, war schmal und voll mit Schlaglöchern. Also, rechts von uns das Geländer (welches hin und wieder eingebeuelt war), unter uns die ganzen Schlaglöcher und links von uns die Autos und LKW's. Aber daran mussten wir uns die letzte Zeit schon gewöhnen. Wir wissen wie es sich anfühlt hin und wieder mal von einem LKW von der Straße geschoben zu werden. Wir waren aufjedenfall froh als wir die Stadt Belgrad wieder verlassen haben. Eine sehr schöne serbische Stadt ist übrigens Novi Sad, die wir uns auch kurz angeschaut haben. Auf den Straßen in Serbien wurden wir von den Autofahrern angehupt, aber nicht weil wir etwas falsch machten, sondern weil sie sich freuten. Als wir an einer Kirche eine Pause machten, kochte die Kirchenmutter einen Kaffee für uns. Wir haben viel Gastfreundschaft erfahren und hin und wieder mal hatten wir einen tollen Ausblick auf die Donau. Wir haben natürlich auch in der Donau gebadet und es hat sich angefühlt wie ein Meer, da sie im Vergleich zur Elbe riesig ist :D Auf dem Weg zur Grenze waren wir fast ein bisschen traurig Serbien zu verlassen, da wir uns dort sehr sicher gefühlt haben und wir nun nicht wussten was uns in Rumänien erwarten wird. Doch was uns hinter der Grenze erwartete überraschte uns positiv.