Donnerstag, 6. September 2018

Rumäniens Straßenhunde

Natürlich haben wir vorher schon von den Straßenhunden in Rumänien gehört. Wir haben auch in Serbien schon eine Hand voll Straßenhunde gesehen, doch es kommt immer alles anders als gedacht. Wir sind morgens, von einem Berg runter, in ein kleines Dorf gefahren und plötzlich stand mitten auf der Straße ein großer Hund. Ich dachte ich mache es einfach so wie ich es in Deutschland getan hätte, also bin ich ganz langsam und mit viel Abstand an dem Hund vorbei gefahren. Arne war sich nicht ganz sicher und blieb mit etwas Abstand lieber stehen. Das war, wie sich herausstellte, auch die bessere Variante. Der Hund bellte und fing an mir hinterher zu laufen bis er auf meiner Höhe war. Ich habe versucht so schnell ich konnte davon zu fahren, aber der Hund konnte auch schnell rennen. Ich weiß noch wie erleichtert ich war, als wir das Bellen nur noch aus Ferne hörten. Die nächsten Tage bin ich jedes Mal zusammen gezuckt wenn ein Hund anfing zu bellen. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt immer und überall von Hunden umgeben zu sein. Beim Picknick machen sitzen sie erwartungsvoll vor dir, beim Essen gehen schleichen sie um die Tische, in den Ortschaften liegen sie am Straßenrand und nachts wirst du von ihnen geweckt. Hin und wieder mal begegnen wir einem aggressiven Hund vor dem wir dann halt machen und einfach ganz langsam und mit Blickkontakt vorbei rollen. So wie in Deutschland Mader und Füchse an der Straße liegen, liegen hier die Hunde tot an den Straßenrändern. Jeder hat einen Hund zu Hause, aber nicht als Familienmitglied, sondern als Wachhund an einer Kette im Garten. Hunde haben hier einen ganz anderen Platz als in Deutschland.

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