Montag, 10. September 2018

Rumäniens Gastfreundschaft

Wir sind langsam durch die Ortschaften gerollt, um Anhaltspunkte zu sammeln an welcher Haustür wir wohl klopfen können, um nach einem Zeltplatz im Garten zu fragen. Dabei hat uns ein junger Mann angesprochen und uns auf französisch gefragt wo wir herkommen. Ich habe diese Gelegenheit gleich genutzt und ihn gefragt ob er jemanden kennt bei dem wir für eine Nacht unter kommen können. Er hat uns sechs Kilometer weiter in einem Dorf einen Franzosen empfohlen. Wir haben versucht das Haus zu finden und einigten uns auf das erste große Haus. Wir klingelten und warteten bis etwas geschah. Nach fünf Minuten kam eine Dame an die Tür. Sie verstand uns nicht so recht was wir von ihr wollten. Gott sei dank kam der Nachbar dazu und versuchte mit seinem gebrochenem Deutsch zu helfen. Nachdem wir uns verständigen konnten hatten wir schneller als wir gucken konnten ein Schlafzimmer, Dusche und ein Abendessen. Nach dieser ersten sehr guten Erfahrung machten wir noch zwei weitere, bevor wir Rumänien schon wieder verließen. Jedes Mal wurden wir reich bekocht, mit Obst aus dem Garten beschenkt und wir bekamen auch jedes Mal ein Bett, sodass wir unser Zelt schon anfingen etwas zu vermissen. Die Menschen waren alle, ob jung oder alt, mit mehr oder weniger Geld, gastfreundlich, herzlich und offen. Es war meist schwierig sich zu verständigen, doch mit Händen, Füßen und Google geht alles. Neben den Straßenhunden gibt es in Rumänien Kuh- und Schafherden die von Schäfern über die Weisen getrieben werden. Die Häuser waren einst alle sehr prunkvoll und einzelnt eingezäunt. An den Straßenrändern qualmen kleine Abfallhaufen, stehen Esel, Kühe und Pferde zum weiden und auf den Straßen rollen neben den Autos auch noch eine Menge Kutschen, die zu dieser Zeit Mais, Heu und Trauben ernteten. Von der Traubenernte bekamen wir hin und wieder mal eine Tüte ab, sodass wir immer reichlich Obst hatten. Und was wir noch reichlich hatten war Sonne!

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