Dienstag, 11. September 2018

Skepsis

Es ist jedes mal eine große Frage welche Haustür wir nehmen sollen um nach einem Schlafplatz zu fragen. In Rumänien haben wir nach einem großen, zweistöckigen, ordentlich gestrichenem Haus mit Garten gesucht und dann gehofft das jemand englisch oder deutsch spricht. In Bulgarien waren die Häuser aber fast alle ton in ton, sehr alt und nicht so groß und es war schwer zu entscheiden nach welchen Kriterien wir suchen sollen. Als ich ein Auto mit einem französischem Kennzeichen vor einem großen orangenem Haus sah stoppte ich sofort um zu klopfen. Plötzlich fragte skeptisch eine Frau vom Balkon was wir wollten, worauf hin ich fragte ob sie englisch oder französisch spricht. Dann verschwand sie wieder. Etwas später kam ihr Sohn aus der Tür und Sie blieb immer noch etwas skeptisch in der Tür stehen. Ihrem Sohn konnten wir nun unser Anliegen auf englisch erläutern, der wiederum seiner Mutter erklärte was wir wollten. Dann verschwanden sie wieder. Sie kamen erneut aus der Tür um noch ein paar Fragen zu stellen um erneut zu verschwinden nur um ein drittes Mal wieder herauszukommen. Dieses Mal sagten sie uns das wir bei ihnen zelten dürfen, aber so richtig überzeugt klangen sie noch nicht. Also schoben wir unser Fahrräder auf die Terrasse und setzten uns mit dem Sohn an den Gartentisch. Die Mutter bot uns Trauben an und stellte weitere Fragen wie zum Beispiel wo wir denn immer duschen würden, ob andere Gastgeber für uns kochen würden, was wir im Winter machen und ob wir denn einen Beruf haben. Der Sohn übersetzte für uns. Im Laufe des Gespräches kam heraus, das die Mutter dachte, dass wir Terroristen sind :D doch wie sie merkte, dass wir nur zwei Reisende sind bot sie uns eine Dusche an, kochte Kaffee für uns, machte etwas zum Abendessen und stellte uns morgens ein Frühstück auf den Tisch bevor sie zur Arbeit ging. Man muss einfach nur den ersten Schritt machen und auf die Menschen zu gehen!

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