Sonntag, 27. Januar 2019

Sultan-Qabus-Moschee

Die Große Sultan-Qabus-Moschee (arabisch جامع السلطان قابوس الأكبر) ist die Hauptmoschee in Oman. Sie gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Landes und als eine der weltweit größten Moscheen. Der eigentliche Bau dauerte sechs Jahre. Das Hauptminarett ist ganze 91,5 m hoch und an den vier Ecken des Geländes erheben sich vier weitere Minarette mit jeweils 45 m Höhe. Die große Männergebetshalle ist quadratisch angelegt und misst im Außenmaß 74,4 m × 74,4 m. Sie bietet Raum für 6.500 Gläubige. Der gepflasterte Außenbereich bietet insgesamt Platz für 8.000 Betende. Rechnet man zu den Gebetshallen alle weiteren Innenhöfe und Wandelgänge hinzu, beträgt die Gesamtkapazität der Anlage 20.000 Gläubige. Der in der Männergebetshalle verlegte 4293,45 m² große Gebetsteppich (70,50 m × 60,90 m) gilt als ein Meisterwerk iranischer Teppichknüpfkunst. Sechshundert Knüpferinnen waren drei Jahre lang in jeweils zwei Schichten mit der Herstellung der Einzelteile beschäftigt. Insgesamt wiegt der Teppich 22 Tonnen. Bis zur Einweihung der Scheich-Zayid-Moschee (Abu Dabi) mit seinem 5.625 m² großen und 47 Tonnen schweren Gebetsteppich war er der größte Teppich der Welt. Die reich mit Kalligrafien und Arabesken verzierte Holzdecke stellt das optische Gegenstück zum Teppich dar. Über dem Raum wölbt sich eine 50 m hohe Kuppel, in deren Mitte einer der größten Lüster (Kronleuchter) der Welt hängt. Seine Grundkonstruktion besteht aus vergoldetem Metall. Er misst 8 × 14 m, trägt 1.122 Lampen, ist reich mit Swarovski-Kristallen behängt und wiegt 8 Tonnen. Der Besuch der Sultan Quaboos Moschee ist für Nicht-Muslime Samstag bis Donnerstag von 8:00 bis 11:00 Uhr möglich. Freitags kann die Moschee nicht besucht werden! Die Schuhe stellt man, bevor man eintritt, in dafür vorgesehenen Regalen seitlich des Eingangs ab. Wir haben uns also an einem Dienstag morgen um kurz vor acht auf unser Räder gesetzt und sind die 40 km bis zur Moschee gefahren. Ich musste wieder, wie im Iran, ein Kopftuch tragen, doch es war gar nicht schlimm. Es war noch nie richtig schlimm, es ist einfach nur eine Gewöhnungssache, wie ich gemerkt habe. Wir waren beeindruckt von der ganzen Handarbeit, die in dem Bau steckt. Alle Holzvertäfelungen waren handbeschnitzt und das nicht zu knapp. Die Mosaike sind bunt und sehr fein ausgearbeitet und dann ist da ja noch der riesengroße Teppich. In den Gärten sind die Büsche rund geschnitten und die Blumenbeete in kunstvollen Formen angelegt. Naja und dann waren da noch die ganzen Touristen die busseweise dort angekarrt wurden (direkt von der AIDA). Diese Umstände ließen uns schnell wieder von diesem Magneten fliehen. Da waren plötzlich auch die 40 km, die uns von der touristenarmen Gegend trennten, nicht mehr weit. Unsere Mittagspause konnten wir schon wieder “zu Haus“ machen. Ohne Gepäck ist man einfach viel schneller:)

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