Dienstag, 8. Januar 2019
Wohnmobilkaravane
Alles begann mit einem Wohnmobil und einer Tafel Lindt Schokolade (orange-zartbitter) aus der Schweiz.
Wir waren gerade mal eine halbe Stunde auf dem Rad und da überholte uns ein Wohnmobil mit einem deutschen Kennzeichen. Nicht mal vier Minuten später überholte uns ein zweites Wohnmobil mit einem schweizer Kennzeichen.
Wir hatten schon lange keine Reisenden mehr getroffen und erst recht nicht aus unserer Gegend. Wir wünschten uns, dass einer dieser Beiden anhalten würde und wir ein wenig plaudern könnten und vor allem hätten wir uns gewünscht, dass sie uns ein Stückchen mitnehmen. Aber pssssst.
Wir fingen nun ein bisschen an zu fluchen, nicht wirklich wegen den davon fahrenden Wohnmobilen, sondern wohl eher wegen des Berges und der brennenden Sonne.
Wir fuhren gerade um eine Kurve und da stand der schweizer Wohnwagen ein paar hundert Meter vor uns. Endlich, dachten wir uns und traten in die Pedalen. Wir bremsten und stellten uns vor den Wagen auf den Seitenstreifen.
Ein nettes Rentnerehepaar begrüßte uns und wir tauschten uns ein wenig aus. Wir erfuhren, dass sie das zweite von 17 Wohnmobilen sind und dass sie alle gemeinsam heute Nacht in einer Bucht übernachten werden.
Bevor sie sich verabschiedeten, kramte die Dame eine schweizer Lindtschokolade aus den Tiefen ihres Autos und gab sie uns. Es war für uns wie Weihnachten!
Ein paar Kilometer weiter setzten wir uns in den Schatten und verspeisten genüsslich die ganze Schokolade. Sehr lecker! Doch richtig gut ging es uns nach der ganzen Schokolade nicht :D
Wir fuhren also langsam weiter und hielten Ausschau nach dem Platz an dem sich die ganzen Wohnmobile treffen wollten.
Alle zwanzig Minuten wurden wir von einem der 17 Mobile mit einem Hupen überholt. Sie kamen aus Deutschland, der Schweiz und aus Holland. Ein Wohnmobil war größer als das andere und das größte fuhr mit einer LKW-Zulassung.
Die Straße die wir fuhren war traumhaft. Kaum befahren, glatter Asphalt, leichte Wellen, links von uns die Berge und rechts das Meer.
In der Ferne sahen wir plötzlich metallene Punkte blitzen und je näher wir kamen, desto besser konnte man die Wohnmobile erkennen, die alle nebeneinander in einer Bucht standen.
Wir schoben unsere Räder zu ihnen und blieben gleich bei dem ersten Wagen hängen. Wir setzten uns in den Schatten und bekamen von dem Ehepaar erstmal ein iranisches alkoholfreies Bier.
Später tranken wir gemeinsam Kaffee und aßen Kekse.
Nach und nach kamen alle Rentnerpärchen vorbei, schauten ganz neugierig unsere Räder an und wir stellten uns gegenseitig vor.
Wir hatten nun fast alle kennen gelernt und mittlerweile war der Tag bereits so weit voran geschritten, dass es für uns zu spät zum weiter fahren war. Wir schlugen also irgendwo zwischen dem Meer und den Wohnmobilen unsere Zelte auf.
Plötzlich ging ein Raunen von Wagen zu Wagen und in die bisher eher regungslosen Pärchen, da alle in ihren Klappstühlen unter ihrer Wohnwagenmarkise saßen und nichts taten, kam Regung. Dies schien wohl an dem gerade angekommen Wohnmobil zu liegen, denn alle kamen sie mit Schüsseln bewaffnet zu diesem Wagen gelaufen.
Wir erfuhren, dass dies der zweite von zwei Teamwagen war, die diese Gruppe begleiten. Was es wohl umsonst bei dem Teamleiter gab, sodass sie alle gelaufen kamen?
Es gab für jeden ein kleines Stückchen Fisch. Sogar für uns gab es welchen, den die Teamleiter für uns mit auf ihrem Grill brieten.
Die anderen bereiteten jeder selbst ihren Fisch zu und um 18 Uhr kam jeder mit seinem Campingtisch, Campingstuhl und dem Abendessen und stellte seinen Tische zu einer langen Tafel.
Jedes Pärchen saß sich nun gegenüber an einem mal eher voll gedeckten Tisch und mal an einem eher einfach gehaltenem Gedeck.
Es war lustig zu beobachten, was sie so alles aus dem Inneren ihres Wagens zauberten. Da waren Tischdecken, Tischsets, Lampen, Weingläser, verschieden gefüllte Gläser aus dem Kühlschrank und sogar ein Teelichtglas mit leuchtendem Teelicht stand auf dem Tisch. Wir beide saßen auf unserer Isomatte mit einem Topfdeckel, zwei Gabeln und einem Messer. Doch nachdem was sie jetzt schon alles aus ihren Tiefen hervorgeholt hatten, gab es auch irgendwo noch etwas für uns, sodass wir unseren Fisch am Tisch sitzend und auf Tellern verspeisen konnten.
Von den Einen bekamen wir etwas Reis, den Anderen etwas bunten Salat, von wieder jemand Anderem gab es etwas Möhrensalat und am Ende gab es von Irgendjemandem noch eine Zimtrolle zum Nachtisch.
Eines der Gespräche an diesem Abend drehte sich darum auf wie viel sie doch verzichten müssen, damit der Wohnwagen nicht zu schwer ist. Für uns hörte es sich alles sehr utopisch an, denn bei ihnen drehte es sich um ein Gefrierfach für die Sonntagsbrötchen und um den Grill. Bei uns beiden geht es dabei um die Frage, ob wir wirklich einen Plastikteller brauchen (brauchen wir nicht und somit haben wir den einen Teller den wir mit hatten schon entsorgt) und ob wir einen Becher für den Tee brauchen, oder ob wir unseren Tee weiterhin einfach aus dem Topf trinken wollen.
Diese lustige Reisegruppe hat ihre Reise selbst als “Betreutes Reisen“ betitelt. Die Reise geht von Polen bis in den Oman (Überwintern im Oman) und wird von insgesamt vier Reisebegleitern organisiert. Der Visa- und Grenzstress fällt somit weg. Man muss sich keine Gedanken über den Stellplatz machen und die touristischen Attraktionen sind mit im Budget. Alles was man noch selber machen muss, ist mit seinem Wohnwagen bis zum Abend bei den vorgegebenen Koordinaten anzukommen, selbstständig einzukaufen und zu kochen.
Die Reiseorganisation bietet Reisen in der ganzen Welt an und wenn man keinen eigenen Wohnwagen hat, oder die Überführung zu aufwendig ist, kann man sich auch einen Wohnwagen mieten.
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Mein Name ist Ivy Marcus und ich lebe in Deutschland. Ich war auf der verzweifelten Suche nach einer Möglichkeit, meinen Ex-Freund dazu zu bringen, sich wieder in mich zu verlieben. Wir hatten unsere Höhen und Tiefen, aber in den letzten 6 Monaten geriet unsere Beziehung außer Kontrolle. Ich habe 900+ für einen Zauberer ausgegeben, von dem ich dachte, dass er mir helfen würde, und nicht wissend, dass sie nicht geholfen hat. Ich strecke die Hand aus, weil ich die begehrenswerte Frau sein möchte, die ich einmal war und er sich wieder in mich verliebt und mich heiraten möchte. Ich kann mir diesen Mann nicht mit jemand anderem vorstellen, bis ich wirklich Dr. Odiboh kontaktiert habe, der mein Herzwunsch erfüllt hat. Er gab mir Details, wie er mir helfen konnte, was er tat, als ich nachkam und er rettete meinen Mann aus den bösen Händen der Dame, die ihn hypnotisierte und mein Mann kehrte nach 36 Stunden zu mir zurück und ich war wirklich erstaunt, dass diese Manifestation von Kräften ist wirklich real und existiert immer noch. Jetzt kann ich jedem auf der Welt mit Freude sagen, dass er DR Odiboh mit seinen Problemen versuchen und die sofortigen Ergebnisse abwarten soll. kontaktieren Sie ihn mit seiner E-Mail-Adresse. odibohsolutionhome@gmail.com oder direkt WhatsApp ihn +2347048883838..
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