Dienstag, 5. Februar 2019
Welcome to India
Fliegen ist immer ein Risiko für die Fahrräder, aber da wir nicht über Pakistan fahren wollten gab es nun keine andere Wahl. Wir buchten den günstigsten Flug den wir finden konnten und so ist es in Flug von IndiGo um 23 Uhr geworden.
Das Gewicht sowie die Gepäckstückanzahl war limitiert. Wer mich gut kennt, der weiß wie sehr ich es liebe Dinge organisiert und perfekt zu packen. Ich habe bereits ein paar Tage vorher angefangen alles zu sortieren. Dinge die in das Handgepäck dürfen und Dinge die auf keinen Fall dort hinein dürfen. Leichte und schwere Sachen. Große und kleine Dinge. Dinge auf die wir verzichten können und Dinge die nicht gemeinsam in eine Tasche sollen.
Am Ende hat der Inhalt von 11 Taschen in sechs Taschen gepasst. Zwei haben wir zusammen geschnürt und so konnten wir mit nur 10 Kilo Übergepäck den Flug antreten. Die Fahrräder haben wir etwas auseinander gebaut und sorgfältig mit dicker Folie eingepackt/eingewickelt.
Damit wir genug Zeit am Flughafen haben sind wir schon um 18 Uhr losgefahren. Das war der Deutsche in uns :D
Am Flughafen hat alles reibungslos geklappt und wir waren bereit für das Abenteuer Indien!
Der Flug allein ging nur 2,5 Stunden, mit der Zeitverschiebung von 1,5 Stunden sind wir um 2:45 Uhr in Mumbai gelandet, doch dann begann das lange Warten. Trotz der unmenschlichen Uhrzeit war der Flughafen gerappelt voll. Lange Schlangen bildeten sich vor den Schaltern an denen man sich einen Stempel holen musste.
Alle mussten diese Schalter passieren und Menschen wir wir mussten zusätzlich noch einen Zettel ausfüllen. Indien liebt bürokratischen Aufwand.
Unser Gepäck drehte sich bereits mehrere Runden auf dem Gepäckband und die Fahrräder standen bereit zum abholen. Ein Lächeln der Erleichterung huschte über unsere Gesichter als wir unsere Räder wiedersahen. Auf den ersten Blick schien alles heile geblieben zu sein. Später, auf den zweiten Blick, bemerkten wir, dass bei meiner rechten Pedale ein Stückchen fehlte. Schwamm drüber, fahren kann ich trotzdem noch und dass ist nun mal die Hauptsache.
Ganz so einfach sollten wir unsere Fahrräder jedoch nicht wieder zurück bekommen. Eine Frau bat uns ihr zu folgen, bis wir vor dem Schalter für die Verzollung stoppten. Was nun? Glauben die ernsthaft, dass wir unsere Fahrräder in Indien verkaufen wollen? Es ging ein bisschen hin und her und dann ließen sie uns endlich, ohne Zoll zu zahlen, passieren. Jetzt mussten die Räder nur noch einmal durch das Röntgengerät gequetscht werden und dann erst konnten wir sie auspacken und zusammenbauen.
Da standen sie nun, unsere beiden Schätze. Es war mittlerweile 4:30 Uhr, wir haben nicht ein Auge zugemacht und unser Blutzucker war im Keller. Als wir aus dem Flughafengebäude kamen suchten wir uns als erstes einen süßen Chai (Tee mit Milch) und etwas kleines zu Essen. Nachdem wir uns gestärkt hatten ging das Abenteuer los! Mit dem Fahrrad durch Mumbai bis zu unserer Gastgeberin. Aber davon berichte ich Euch später;)
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