Freitag, 16. November 2018
Unerwartete Wendung
Heute hatten wir kein Glück. Keiner der Warmshower-Gastgeber hatte Zeit für uns.
Wir haben bis zum Schluss noch gehofft, dass sich einer, der vielen die wir angeschrieben haben, doch noch meldet und Zeit hat, doch vergebens.
Wir kamen in der Stadt, die wir uns für heute als Ziel gesetzt hatten, an und waren etwas verplant. Klar, unser Plan, dass wir in dieser Stadt bei einem Gastgeber übernachten, hatte ja auch nicht geklappt.
Ein Auto fuhr langsam neben uns her und der Herr auf dem Beifahrersitz fing an mit uns zu quatschen, er wollte uns helfen und empfahl uns ein Hotel, doch wir wollten nicht ins Hotel.
Eine andere Option war zelten, doch in dieser Gegend wurde überall Reis angebaut, was hieß, dass es überall nass am Boden war.
Seit einiger Zeit regnete es zu dem noch leicht und langsam wurde es auch noch dunkel. Meine Laune war im Keller.
Hier geht die Sonne jetzt schon um 17 Uhr unter und Nachts wird es bis zu 5 Grad und in den Bergen bis zu 5 Grad.
Ein Motorradfahrer wollte uns helfen und zeigte uns in der Stadt einen Park, in dem wir zelten konnten. Da war zwar auch der ganze Rasen mit Wasser getränkt, aber es gab Pavillons, zwar mit Betonboden, aber wir konnten mit unserem Zelt im trockenen liegen.
Mittlerweile war es dunkel und wir mussten beide auf's Klo.
Wir suchten das nächste Restaurant, um noch eine Kleinigkeit zu Abend zu essen und um auf's Klo zu gehen.
Ich hatte keinen Hunger und hatte immer noch schlechte Laune. Arne dagegen bestellte sich ein riesiges Hähnchensandwich.
In dem Restaurant war ausser uns nur noch ein anderes Pärchen.
Frag mich nicht wie, aber irgendwie sind wir ins Gespräch gekommen und es stellte sich die Frage wo wir denn übernachten würden. Für uns war die Entscheidung gefallen und wir antworteten: “ im Park“. Das war für das Pärchen undenkbar. Viel zu kalt und zu nass. Sie fragten uns also ob wir ein zu Hause haben wollen und da sagten wir natürlich nicht nein.
Arne aß sein Sandwich noch auf und dann gingen wir gemeinsam zu ihnen nach Hause. Wunderbar! Meine Laune stieg auch langsam wieder. Wir konnten unsere Sachen trocknen und duschen.
Unsere unerwartete Gastgeberin fing sofort an zu kochen und unser unerwartete Gastgeber kümmerte sich darum, dass wir Tee bekamen, Obst und Trockenfrüchte. Später brachte er uns noch viel zu süße Kuchenstückchen und dann war das Essen auch schon fertig. Für Arne war es das zweite große Abendessen :D
Das aller Undenkbarste aber war nicht etwa, dass sie uns einfach eingeladen haben, oder dass sie uns bekochten und uns mit Leckereien überhäuften, nein das Unvorstellbarste war, dass sie darauf bestanden, dass wir in einem Bett schlafen. Wir sollten das einzige Bett in der ganzen Wohnung bekommen. Unsere Gastgeber schliefen im Arbeitszimmer auf dem Boden. Da lies sich auch nichts dran rütteln :D
Morgens gab es Frühstück mit frischem Brot, Rührei, Feigenmarmelade, Weichkäse, Butter und Crème. Das ist hier ein sehr typisches Frühstück. Das Ei gibt es in verschiedenen Varianten und auch die Marmeladensorte ist oft unterschiedlich und oft gibt es auch Honig. Dazu gibt es Tee oder gesüßten Pulverkaffee.
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