Dienstag, 12. März 2019

Circuit House

Wir haben über einen Freund den Mann kennen gelernt, der die Circuit Häuser in Indien organisiert. Er organisiert die Zimmer und Unterkünfte für die bei der Regierung angestellten Menschen, wenn sie auf Reisen sind. Ein Circuit Hous ist wie eine Art Hotel von der Regierung für die Menschen, die dort Angestellte sind. Jede Stadt oder jeder Landkreis hat so ein Gebäude, wo die Beamten alleine oder mit ihrer Familie für ein paar Tage unter kommen können. Wir hatten also das Glück in so einem Haus für eine Nacht unter zukommen. Wir bekamen eine “Suit“ mit zwei Zimmern, großem Bad, einer Terrasse mit Blick auf's Wasser, einem Fernseher mit tausenden Kanälen und unsere Fahrräder durften über Nacht in dem Saal stehen, wo sonst Sitzungen der Regierung abgehalten werden. Uns wurde gesagt, dass wir dort auch Abendessen bekommen würden und uns um nichts kümmern müssen. Also nahmen wir ein Bad und warteten hungrig darauf, dass es irgendwann Essen gab. Doch es passierte nichts. Also fragten wir den Organisator, ob hier wirklich gekocht wird und es stellte sich heraus, dass seit dem neuen Jahr nicht mehr gekocht wird. Also gingen wir in die Stadt und aßen leckeres Street Food. Als wir wieder kamen erreichte uns die Nachricht, dass jetzt gleich ein Auto kommen würde und uns der Fahrer zu einem Restaurant fährt und uns das Essen zahlt. Aber wir hatten doch gerade etwas gegessen und waren nicht mehr hungrig.. Also versuchten wir dies mitzuteilen und das Resultat war, dass der Fahrer am Morgen wieder kommen wird und uns ein Frühstück bringt. Schon wieder sind die Menschen viel zu freundlich und hilfsbereit zu uns. Wir werden noch richtig verwöhnt und können uns bald nicht mehr selbst um unser Essen kümmern :D Ich muss aber sagen, mir ist es manchmal zu viel, wenn immer jemand für mich entscheidet, wann, was und wie viel ich zu essen habe. Denn wenn die Inder Gäste haben, dann füllen sie den Teller immer wieder nach und selbst wenn du Nein sagst, geben sie dir doch noch ein kleines bisschen mehr. Erst wenn du gefühlte fünf Mal Nein gesagt hast, füllen sie nicht mehr nach. Gäste werden hier, wie auch schon im Iran, wie Götter behandelt.

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