Dienstag, 18. Juni 2019
Kathmandu
Kathmandu ist die Stadt in Nepal, wo das Leben stattfindet. Universitäten, Firmensitze, politisches und kulturelles Zentrum, Entwicklungsorganisationen, zentrale Institutionen und vieles mehr. Kathmandu ist mit Abstand die größte Stadt Nepals und zieht tausende Touristen an. So auch uns. Wir sind für vier Tage bei einer netten Familie untergekommen, die gemeinsam ein Restaurant betreibt. Vater, Bruder, Mutter und Sohn. Das Restaurant befand sich im Erdgeschoss auf vier Räumlichkeiten und eine Küche verteilt und wir hatten unser kleines Zimmer im ersten Stock, mit Blick auf den Innenhof und das Restaurant. Wir mussten also nur aus dem Bett stolpern und saßen schon vor einem gedeckten Tisch. Gekocht wurde traditionelles sowie europäisches Essen und alles wurde frisch von der Mutter zubereitet. Kathmandu liegt in einem Tal, das Kathmandu-Tal und wurde ursprünglich von einem Bergvolk bewohnt. Noch heute hat das Kathmandutal eigene Tradtitionen und Gerichte, wie zum Beispiel die “nepalesische Pizza“ (siehe Foto). Sie wird auch in dem Restaurant angeboten und wird auf der Grundlage eines flachen Reisfladens (ähnlich wie Esspapier) belegt und ist ganz ohne Tomatensauce und Käse. Typisch für Nepal allgemein sind die kleinen Momos (siehe Foto), die es mit unterschiedlichen Füllungen gibt. Wir haben täglich eine Portion dieser maueltaschenänlichen Teigtaschen gegessen und immer wieder auch die Eigenkreationen der Familie probiert, wie zum Beispiel gefüllte Pfannkuchen und japanische Gemüsebällchen. Unsere Tage haben wir damit verbracht die Fahrräder auf Vordermann zu bringen, Wäsche zu waschen und waschen zu lassen, Kuchen zu essen, Kaffee zu trinken, Shoppen zu gehen (natürlich nur Werkzeug und neue Trinkflaschen), durch die Stadt und den Park zu schlendern, Bücher zu lesen und Mittagspause zu machen. Das Haus unseres Gastgebers lag ganz in der Nähe des Stadtzentrums Tamel. In Tamel spielt sich hauptsächlich der Tourismus ab. Es gibt eine wunderschöne Altstadt, mit vielen Innenhöfen und schmalen Gassen. Überall sind Restaurants, Bäckereien und Cafés. Alles ist voll mit Outdoorläden und Handcraft Shops. Durch die schmalen Gassen schlängeln sich bunte Fahrradrikshas und Obstverkäufer. Doch hauptsächlich werden die Gassen von Rucksack und Hut tragenden Touristen verstopft. Wenn nicht überall die kleinen bunten Wimpel hängen würden und man nicht an jeder Ecke bunte Filzsachen und nepalesische Andenken kaufen könnte, würde man genauso gut durch irgendeine andere europäische Stadt schlendern können. Trotzdem haben wir es genossen und einen kleinen Urlaub im Urlaub gemacht. “Im Café sitzen, Tiramisutorte essen, richtigen Kaffee trinken und ein deutsches Buch lesen“. Und dafür sind wir zehn Monate Fahrrad gefahren? Schon verrückt, dass dies 8.000 km Luftlinie von Hamburg entfernt möglich ist. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal dafür, dass man dann doch nicht in Hamburg ist, sind die Stromkabel (siehe Foto). Wer da noch einen Durchblick hat, hat einen Orden verdient und wenn man die Kabel etwas höher hängen würde, wären wir auch nicht immer darin hängen geblieben :D
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