Montag, 1. Juli 2019

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön, denn da kann man alles mögliche im Zugabteil seh'n. “Wasser, kaltes Wasser, nur 20 Rupi“. “Roti mit Gemüse, Roti“. Schon lange bevor der Zug hält konnte man an den Verkäufern erkennen, dass wir in einen Bahnhof einfuhren. Die Verkäufer sprangen jedes Mal auf den noch fahrenden Zug auf und liefen durch den Wagon und riefen, ja sie schrien fast durch die Abteile und priesen ihre Wahre an. Genauso verließen sie den Zug auch erst wieder als er schon auf über Schrittgeschwindigkeit hinaus beschleunigt hatte. Ruhe. Keine durch den Zug eilenden Verkäufer, die Tee, Kaffee, Softdrinks, Tücher, Essen, Gurken, Taschenlampen, Kuscheltiere, Snacks, Spielzeuge und T-Shirts anpriesen. Diese Ruhe dauerte genau so lange an, bis wir in den nächsten Bahnhof einfuhren und die Verkäufer wieder auf den Zug aufsprangen. Am Bahnhof konnte man ohne Bedenken aussteigen und sich die Füße vertreten, denn wenn der Zug abfuhr war immer noch genug Zeit zum aufspringen. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass die Türen nicht geschlossen werden (Foto) und man so einfach ein und aussteigen konnte, wann immer man wollte. Manche Menschen sind schon weit vor dem Bahnhof “ausgestiegen“, damit sie es nicht so weit nach Hause haben. Natürlich geht das nur, wenn der Zug sehr langsam fährt. Doch dies tut er oft. Überhaupt fährt der Zug nicht super schnell und für 400 km haben wir 10 Stunden gebraucht. Doch es war nicht unbequem, nicht zu heiß und wir hatten eine schöne Aussicht (Fotos). In einem Abteil standen sich jeweils zwei Sitzbänke gegenüber (so wie die abgetrennten Abteile im ICE) und oben drüber befanden sich Gepäckablagen, die oft aber als Schlafplatz genutzt wurden oder bei überfüllten Wagongs als zweite Sitzebene dienten. Die Fenster waren alle nach ganz unten gezogen und jedes Abteil hatte vier Ventilatoren. An frischer Luft mangelte es uns also nicht. Einzig und allein waren wir es nicht mehr gewöhnt so lange auf einer Sitzbank zu sitzen, aber auch das haben wir irgendwie gemanagt. So wie man auf Reisen so einiges lernt doch irgendwie zu managen.

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