Donnerstag, 18. Juli 2019

Eins zwei drei Polizei

Unsere erste Nacht in Myanmar haben wir an einem buddhistischen Kloster verbracht. Gleich bei dem ersten Kloster, an dem wir angehalten und nach einem Schlafplatz gefragt haben, hat der Mönch ja gesagt. Also eigentlich lief es so ab: Wir begrüßten ihn mit einem “Hello“, legten unsere Handflächen aufeinander und legten unseren Kopf zum schlafen darauf. Der Mönch hat daraufhin mit dem Kopf genickt und mit der Hand zu einem Gebäude gezeigt. Auch alles weitere lief mit Handzeichen ab. Wo die Dusche ist bzw. Wasser zum waschen, ob wir etwas essen wollen und wo die Toiletten sind. Doch wie stellt man pantomimisch eine Toilette dar? Einfach “Hände waschen“ zeigen geht nicht, da die Waschbecken nicht mit in der Toilette sind und es auf Englisch sagen hat auch nicht geholfen. Naja irgendwie haben wir alles heraus finden können und die Nacht vor dem Altar, neben einem Mönch geschlafen. Die zweite Nacht wollten wir wieder bei einem Kloster verbringen, da es dort wohl immer einen Platz zum Schlafen, etwas zu Essen und eine Dusche gibt. Außerdem ist es günstiger als ein Hotel und wir haben viel mehr Kontakt zu den Einheimischen. Ich muss hier noch kurz anführen, dass es in Myanmar ein Gesetz gibt, welches besagt: “Ausländer MÜSSEN ausschließlich in lizenzierten Hotels übernachten“. Wir haben es aber natürlich erstmal ohne Hotel versucht. Gegen späten Nachmittag sind wir also wieder zu einem Kloster gefahren, es war sehr ruhig und nur ein einzelner Mönch saß über seinen Büchern. Dieser verstand uns nicht und schickte uns weiter. Bei dem nächsten Kloster wurden wir von vielen kleinen und größeren neugierigen Jungens begrüßt, alle trugen sie ein rotes Gewand und einen rasierten Kopf. Wie kleine Mönche. Ein Mann, der wohl etwas in diesem Kloster zu sagen hatte, versuchte unser Anliegen zu verstehen und anschließend schien er eine Lösung zu suchen. In der Zwischenzeit versorgte uns eine der Lehrerinnen mit Tee und Kuchen und obwohl wir uns eigentlich nicht verständigen konnten, haben wir alle sehr herzlich gelacht. Auf einmal fingen die Kinder an sich davon zu machen und möglichst aus dem Blickfeld zu kommen und prompt in dem Augenblick bemerkten wir auch ein vorfahrendes Auto. Die Lehrerinnen sagte: “Polizei“, doch die beiden Männer, die aus dem Auto stiegen, sahen für uns nicht wie zwei Polizisten aus. Der Mann in barfuß kam auf uns zu und fragte nach unseren Pässen. Wir zeigten ihm unser Visum, woraufhin er uns sagte, dass wir hier nicht bleiben könnten und für die Nacht in ein Hotel gehen müssen. Dass wussten wir ja eigentlich auch, aber dass wir so schnell von der Polizei eingesammelt werden würden, hatten wir nicht gedacht (ich kann Euch jetzt schon mal verraten, dass wir noch ein zweites Mal eingesammelt wurden und es dann gelassen haben, an Klöstern zu fragen). Wo sollen wir also jetzt hin? In 15 km lag wohl das nächste Hotel, aber es war gar nicht auf unserem Weg. Die Sonne ging langsam unter und uns lief die Zeit davon. Zuerst fuhren wir einige Kilometer weiter, um uns von den Polizisten zu entfernen. Wir fühlten uns ein bisschen komisch und wussten nicht so recht was wir jetzt machen sollten. Einen Schlafplatz brauchten wir auf jeden Fall. Wir wollen auch keinen in Bedrängnis bringen, indem wir irgendwo illegal übernachteten, aber mal eben mit dem Rad noch zum nächsten Hotel fahren war auch nicht wirklich drin. Was wir letztendlich gemacht haben, erzähle ich Euch im nächsten Eintrag.

1 Kommentar:

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