Dienstag, 2. Oktober 2018

bicycle union

Nachdem wir (das Radfahrpärchen und wir) die Shell Tankstelle hinter uns gelassen haben und wir für heute genug von irgendwelchen Fotos hatten, tauchten hinter uns plötzlich zwei Rennradfahrer auf, die ebenfalls Fotos von uns machten und uns zudem noch filmten. Es tauchten immer mehr Radfahrer auf die uns für eine Weile begleiteten, sodass wir zwischendurch ein Zug von acht Radfahrern waren. Mittags wollten wir die türkische Küche testen und fragten einen Einheimischen wo wir denn lecker essen gehen können. Ehe wir uns versahen, wurden wir vom Bürgersteig, samt Fahrrädern, in ein Lokal geschoben. Dort fanden wir uns in einem großen Saal mit einem Springbrunnen in der Mitte und mit tausenden bunten Regenschirmen unter der Decke, wieder. Um uns herum waren mehr Kellner als Gäste und somit war alle Aufmerksamkeit auf uns gerichtet. Von unserem Platz wurden wir zum Tresen geschoben, wo wir unsere Gerichte, wie in einer Großkantine, auswählen sollten und sie uns dann auf ein Tablett gestellt wurden. Jeder mit seinem Tablett in der Hand machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Tisch. Auf dem Weg dort hin wurde uns das Tablett wieder aus der Hand genommen und die Teller auf den Tisch gestellt. Nun konnten wir in Ruhe essen, bis wir die Teller leer hatten und erneut zum Tresen gehen sollten um ein Desert auszusuchen. Der türkische Nachtisch ist sehr lecker (aber nur wenn man es süß mag). Alles war sehr lecker: das Getreide, der Ayran, die Fleischgerichte und die Suppe. Mit vollem Magen fuhren wir die letzten Kilometer bis zur bicycle union, wo wir schon erwartet wurden. Die bicycle union ist ein Projekt der Stadt Lüleburgaz. Es ist ein Ort für Menschen die gerne Fahrrad fahren. Dort gibt es ein Gebäude in dem Fahrradfahrer übernachten können, es gibt ein Café in dem Menschen gemeinsam Tee trinken können und dann gibt es ein Fahrradzirkel, auf dem man im Kreis fahren kann. Dieser Zirkel besteht aus zwei Wegen, einem schweren und einem leichten und beide gehen hoch und runter und in Schleifen. Das beste ist, dass sich jeder dort Fahrräder leihen kann und seine Freizeit dort verbringen kann. Nicht nur tagsüber sitzt im Eingangsbereich des Gebäudes, in dem wir geschlafen haben, Security, auch nachts saß jemand dort und passte auf uns auf :D (außer uns war dort in dem Gebäude nämlich keiner). Wahrscheinlich musste aber auch auf die Außenanlage acht gegeben werden. Wir verbrachten dort zwei Tage, schauten uns die Stadt an und probierten uns durch weitere Leckereien. Zum Beispiel gab es, mit Schokosauce bedeckte mit Vanillecrem gefüllte Teigkugeln mit Tahineis. An jeder Ecke wurde ein Snack mit Fleisch verkauft und Tee gab es sowieso überall. Einmal saßen wir an einem Shop, der keinen eigenen Tee hatte, also rief der Inhaber irgendwo an und kurze Zeit später kam von irgendwo jemand mit einem Teetablett. Auf der D. 100 ging es nach den zwei Übernachtungen für uns nun nach Istanbul. Da Istanbul so groß ist, brauchten wir zwei Tage um durch die Vorstadt bis in das Zentrum zu gelangen.

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