Sonntag, 14. Oktober 2018
Trabzon
Wir sind jetzt schon seit einigen Tagen am Schwarzen Meer entlang gefahren und von dem berühmten “Schwarzen Meer Wetter“ haben wir noch nichts gesehen.
Laut den Erzählungen der Leute soll es in dieser Region die ganze Zeit regnen. Also haben wir uns auf das schlimmste vorbereitet.
Da wir dann nicht einen richtigen Tropfen Regen gesehen haben, wurden wir etwas nachlässiger.
So wie es dann kurz vor Trabzon doch etwas anfing zu Regnen haben wir bloß lässig unsere Regenjacken übergezogen und sind weiter gerollt.
Doch nicht mit mir dachte sich der Regen und fing an so richtig loszulegen. Wir waren innerhalb von zehn Minuten klitschnass, sogar bis unter die Regenjacke. Die Straße füllte sich mit Wasser und wir fuhren durch riesen Pfützen, die uns zu allem Überfluss noch von unten nass machten.
Da es langsam kalt wurde suchten wir uns ein Restaurant in dem wir uns ein wenig aufwärmen konnten. Wir machten unter unseren Sitzen Pfützen und in unseren Schuhen stand ein See und so richtig warm wurde es auch nicht.
Wir beschlossen, dass längeres Warten nichts bringen würde und zogen nun unsere volle Montur an. Regenjacke, Regenhose und Neoprenüberzieschuhe.
Die nassen Sachen, die wir noch drunter hatten, wärmten sich langsam wieder auf und es herrschte ein subtropisches Klima unter unseren Klamotten.
Auf der Straße hatte sich mittlerweile ein Fluss gebildet und der Regen wurde noch heftiger.
Unsere Brillen beschlugen und so konnten wir auch nicht mehr viel sehen. Es war irgendwie aber auch echt lustig und hat Spaß gemacht so durch die Regenwand zu fahren.
Hin und wieder sahen wir ein Auto, welches durch Aquaplaning zur Seite rutschte und überall spiegelten sich die Lichter und es war ziemlich unübersichtlich.
Wir waren kurz vor dem Ziel, doch wir standen unten am Meer und unsere Gastgeber wohnten ganz oben auf dem Berg.
Uns kamen Sturzbäche entgegen und zu guter Letzt fing es noch heftiger an zu schütten (was uns unmöglich erschien), sodass wir uns kurz unterstellen mussten, damit wir nicht weggeschwemmt würden :D
Der Berg war dann so steil, dass wir unsere Räder noch nicht einmal mehr richtig schieben konnten.
Oben angekommen waren wir durchgeschwitzt und völlig nass und zu allem Überfluss noch viel zu früh.
Etwa zwei Stunden warteten wir so noch in dem Hausmeisterbüro und hinterließen klitschnasse Plätze.
Unsere Sachen brauchten zwei Tage zum trocknen, die wir Gott sei dank auch in Trabzon verbrachten. Das war unser zweiter richtiger Regentag und unsere Gastgeber meinten dieser Sturzregen sei nichts besonderes :o
Am nächsten Tag haben wir ohne weitere Probleme, außer, dass wir vorher eine Stunde lang eine Bank die uns Euros geben kann gesucht und nicht gefunden haben, unser Iranvisum bekommen. Also: wir haben unser Visum für den Iran und sind mittlerweile sogar schon in Georgien :)
Unsere Gastgeber in Trabzon hatten einen gelben Kanarienvogel, der sich ganz prächtig mit Arne verstanden hat :D
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