Freitag, 5. Oktober 2018
Istanbul
Wie schon erwähnt, haben wir zwei Tage gebraucht bis wir uns durch die Vorstadt von Istanbul gekämpft haben. Der Verkehr ist chaotisch, laut und schnell. Für Fahrradfahrer ist kein Fahrradweg vorgesehen. Also haben wir uns zwischen die Autos gereiht und so ging es dann mal nach links und mal nach rechts. Mal an den stehenden Autos vorbei bis an die rote Ampel und mal mussten wir in die Bremsen treten, wenn uns mal wieder ein Auto übersehen hat.
Ich frage mich, wie man uns übersehen kann. Wir sind schließlich ziemlich auffällig mit unseren vollbepackten Rädern, leuchtend gelben Warnwesten, einem klobigem Helm auf dem Kopf und einem vorne weg fahrendem riesigem Arne, der über alle Autos hinweg zu sehen ist.
Es schien auch oft, als ob die Autofahrer unsere Geschwindigkeit unterschätzen und uns deshalb die Vorfahrt genommen haben.
Hinzu kamen die ganzen Hügel in Istanbul die wir rauf und runter mussten.
Wie wir in der Innenstadt an unserem Ziel angekommen sind, waren unsere Gastgeber noch nicht zu Hause, also tranken wir erstmal einen Tee :) plötzlich hielt ein Moppet an und ein Mann mit seiner Schwester begrüßte uns ganz freudig.
Es stellte sich heraus, dass sie drei Fahrradfahrer aus Frankreich suchten.
Nachdem sie gerade weg gefahren sind kamen sie auch schon wieder, setzten sich zu uns und tranken einen Tee mit uns. Mit ihrem gebrochenen Englisch luden sie uns zu ihnen ein, doch da wir bereits eine Unterkunft hatten mussten wir ablehnen.
Am nächsten Tag sind wir mit einem Rucksack gewappnet mit dem Bus zu den Sehenswürdigkeiten gefahren. Die Schlangen vor den Eingängen waren riesig und alles war voll mit Selfies machenden Touristen.
Uns war das alles zu viel und so haben wir uns die Hagia Sophia und die Blaue Moschee nur von außen angeschaut. Allerdings waren wir in der Cisterna Basilica und dem Grand Bazzar.
Als es dann anfing zu regnen, waren wir ganz froh, denn wir konnten uns mit gutem Gewissen erstmal in ein Café setzen und etwas essen :D
Am zweiten Tag haben wir unsere Fahrräder zu einem bestimmten Fahrradshop (Rohloffvertreter) gebracht um einen Ölwechsel an unserer Rohloff (Gangschaltung) vornehmen zu lassen.
Unsere Räder sind immer noch in einem top Zustand. Bisher hatten wir nur zwei Platten und Arnes Rad hat ein paar Schrauben verloren, die wir aber schnell ersetzen konnten.
Am dritten Tag sind wir auch schon wieder schnell aus Istanbul raus gefahren.
Es ist eine große, schöne und interessante Stadt, vor allem mit dem Wasser. Aber für uns war sie zu voll und es war für ein Fahrradfahrer viel zu viel Verkehr.
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