Donnerstag, 18. Oktober 2018

Wir wollten nur eine Dusche

Wir sind schon länger ohne eine Dusche so durch die Berge gefahren, sodass es mal wieder Zeit wurde. Also fragten wir an einem großen Haus mit vielen Leuten, in der Hoffnung, dass jemand Englisch sprechen kann. Doch keiner verstand uns. Mit Händen und Füßen hat es dann immerhin so weit geklappt, dass wir bei ihnen am Gartentisch saßen und Tee tranken. Im Laufe der Zeit wurde uns klar, dass die Dusche, weswegen wir ja eigentlich dort waren, nicht ging und erst repariert werden musste. Also haben wir auch noch etwas zu Essen bekommen und dann auch noch ein Glas Wein (oder vielleicht auch drei, denn in Georgien wird viel getrunken). Als die Dusche dann wieder ging, war sie zwar kalt aber es kam Wasser. Mittlerweile dämmerte es schon und für uns wurde es knapp einen Zeltplatz zu finden. Also fragten wir ob wir bei ihnen im Garten zelten könnten. Erst hieß es ja und dann hieß es doch nein. Aber nicht etwa weil wir nicht bei ihnen im Garten zelten durften, sondern weil wir im Haus schlafen sollten. Wir bekamen das prunkvollste Zimmer im ganzen Haus. Am nächsten Tag hatte der Hausherr Geburtstag und es wurden fleißig Leckereien für das Festmahl vorbereitet. Wir hatten Glück und durften schon zum Frühstück von den leckeren selbstgemachten georgischen Spezialitäten kosten. So kam es dazu, das aus einer kaputten Dusche ein Abendessen, Bett und ein Frühstück wurde und das alles ohne Englisch und ohne Google Translate! Das nenne ich mal georgische Gastfreundschaft ;)

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