Dienstag, 2. Oktober 2018

D.100

Die D. 100 (auch E 80) ist die wichtigste Verbindungsstraße der Türkei. Es war die perfekte Straße für uns, da sie auf unserem Weg lag und uns durch die türkischen Berge brachte. Allerdings war es auch sehr langweilig immer auf einer Schnellstraße zu fahren und von Autos und LKW's überholt zu werden. Also suchten wir uns hin und wieder alternative Wege. Diese waren mal gut und mal schlecht. Ein Weg endete in einem Wald an einer sehr steilen Steigung auf einem steinigen und ausgespültem Sandweg. Wir mussten den Weg wieder zurück schieben und den Berg an einer anderen Stelle überqueren. In dieser Gegend gab es auch keine Geschäfte mehr, also fiel unser Mittagessen aus. Auf einem anderen Alternativweg zur D. 100 haben wir einen Mercedes mit einem Hamburger Kennzeichen entdeckt. Wir klopften an der Pforte, in der Hoffnung auf einen Schlafplatz. Wir wurden erst einmal auf einen Kaffee eingeladen, da der Herr nicht alleine entscheiden durfte ob wir bleiben können. Als wir in Anwesenheit der Frau erneut fragten ob wir im Garten zelten könnten, wurden wir entsetzt gefragt warum wir zelten wollen, wir können doch in einem ihrer Zimmer schlafen. Also schliefen wir in einem ungenutzten Gästezimmer. Hier in der Türkei haben viele Großeltern große Häuser mit vielen Zimmern für die Kinder und Enkelkinder, die aber kaum zu Besuch kommen. Zum Abendessen bestellten sie Pizza von Dominos. Hier ist die Pizza aber nicht so groß wie in Deutschland, sondern nur halb so groß. Wir sind nicht satt geworden :D Ein anderes Mal sind wir auf der D. 100 in einen heftigen Regenschauer gekommen. Auf der Straße bildeten sich riesige Pfützen, die nicht abliefen. Da ich hinter Arne fuhr habe ich den ganzen hochspritzenden Dreck ins Gesicht bekommen. Zusätzlich wurden wir jedes Mal von den Autos die durch die Pfützen fuhren einmal komplett geduscht. Aber das alles war gar nicht so schlimm, da kurz danach die Sonne alles wieder trocknete :) Entlang der D.100 lag eines abends ein See an dem wir zelteten. Diese Nacht war die kälteste Nacht die wir auf unserer Tour hatten. Die Schlafsäcke bis oben zugezogen konnten wir trotz den 8 Grad gut schlafen. Natürlich geht es nicht immer geradeaus und zwischen den Bergen hindurch. Wir mussten auch schon 15 km bergauf fahren und wurden oben mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Ein anderes Mal haben wir an einer Opet Tankstelle an der D. 100 übernachtet. Wir bekamen vom Tankstellenbesitzer Tee und Kekse und er bot uns an über der Tankstelle in einem mit Teppich ausgelegtem Raum zu schlafen. Die D. 100 war bzw. ist eine ereignisreiche Straße :D

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