Dienstag, 30. Oktober 2018

Erste Grenze mit Visum

Nachdem wir einen Abend in den georgischen Hügeln nicht vor, sondern im Zelt essen mussten, da wir so sehr gefroren haben und wir uns am nächsten Morgen die Füße abgefroren haben, beschlossen wir über Azerbaijan in den Iran zu fahren und nicht, wie geplant über die Berge in Armenien. Kurz entschlossen beantragte Arne das online Visum und nur zwei Tage später war es da. Allerdings war es erst in drei Tagen gültig und da Georgien ein so kleines Land ist mussten wir die Zeit noch irgendwie tot schlagen. Was für uns kein Problem war, da wir zu dieser Zeit in Tbilisi bei einem sehr sehr netten und grossartigem Gastgeber aus dem Iran wohnten und wir gerne noch ein paar Tage länger bei ihm verbrachten! Das war das erste Mal seit zwei Monaten, dass wir länger als zwei Übernachtungen an einem Ort geblieben sind. Es geht sehr schnell, dass man sich wie zu Hause fühlt und auf der anderen Seite sind wir mittlerweile Profis im Abschied nehmen. Wir mussten in den drei Tagen nur noch die Visa ausdrucken und dass war's. So einfach dachten wir uns es zumindest. Doch erstmal einen Copyshop zu finden war gar nicht so leicht, wenn die die auf der Karte eingezeichnet sind gar nicht existieren und die die nicht eingezeichnet sind geschlossen haben (wir haben allerdings auch an einem Sonntag gesucht). Doch dann fanden wir doch einen. Erst schien es alles ganz gut zu laufen. Wir mussten nur noch die Dokumente öffnen und auf drucken drücken. Doch dafür mussten wir auf unseren E-Mail Account zugreifen und dafür braucht man für gewöhnlich ein Passwort. Arne hatte seins natürlich vergessen und ich brauchte für meines ein “ö“, doch auf der georgischen Tastatur waren die ö-Pünktchen nicht vorgesehen. Wir versuchten bestimmt zehn Minuten das Passwort einzugeben, bis wir es dann endlich geschafft haben und wir beide erleichtert aufatmeten. Endlich hatten wir unsere Visa! Von weitem schon sahen wir die Grenze. Den Stempel für die Ausreise bekamen wir schnell. Jetzt zeigten wir unser Visum an der azerbaijanischen Grenze. Visum und Pass wurden erstmal eingesammelt. Dann hieß es das erste Mal Gepäckkontrolle. Ein Grenzbeamter zeigte nacheinander auf einzelne Radtaschen und wir mussten sie öffnen. Da wir natürlich genau wussten was drin ist und wir ihm es jeweils sagten, warf er jedes mal nur einen Blick oben drauf. Das hätten wir geschafft. Jetzt wollten die noch ein Foto von uns. Dafür war über dem Schalter eine Kamera installiert in die man hinein schauen sollte. Sie war so ausgerichtet, dass man sich in einem bestimmten Abstand positionieren musste und dann war man genau in dem Fenster. Arne passte natürlich nicht in das Fenster und musste erst etwas in die Knie gehen, damit er auf das Foto passte :D Das war's. Wir durften vorbei an den Autos nach Azerbaijan fahren. Vor uns lag eine perfekte, neu geteerte, breite Straße und ein neues Land welches wir nun erkunden.

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