Donnerstag, 18. Oktober 2018

Willkommen in Georgien

Wir sind mal wieder sehr entspannt über die Grenze gerollt. Einfach entlang der langen LKW-Schlange bis nach ganz vorne an den Schalter, ein Stempel und das war's, keine Gepäckkontrolle, keine komischen Fragen und schon waren wir auf der anderen Seite der Grenze. Plötzlich habe ich einen großen Schreck bekommen, da ich am Straßenrand einen riesigen Hund gesehen habe, doch bei genauerem hinsehen war es nur ein kleines Kalb. Da war ich aber erleichtert! Diese Kuh war nicht die einzige die wir in Georgien sehen werden. Überall standen und lagen Kühe an und auf der Straße. Wir haben ja schon oft auf unserer Reise Kühe, Esel und Pferde am Straßenrand grasen gesehen, aber dann waren sie entweder angepflogt oder der Hirte stand in der Nähe. Hier in Georgien gehen die Kühe morgens aus dem Haus und kommen abends wieder. Da unser Gastgeber für die erste Nacht in Georgien erst spät abends für uns Zeit hatte, sind wir etwas durch Batumi gefahren und haben Chinkali (georgische Spezialität) probiert. Als wir so an der Promenade saßen und die Zeit tot schlugen hat uns plötzlich ein Pärchen ganz interessiert angesprochen und wie sich herausstellte machten die beiden genau das, was wir machen: Fahrradfahren. Allerdings waren sie schon etwas länger unterwegs und sie sind mit dem Tandem gefahren. Leider mussten sie ihr Rad zurück lassen, da ein Knie nicht mehr so wollte. Ich bin immer wieder so froh darüber, das wir noch keine Probleme hatten! Dieses Pärchen hat vorerst ein gleiche Zwischenziel wie wir und so hoffen wir, dass wir sie im Iran wieder treffen;) Jeder der schon mal reisen war kennt das Gefühl, ständig Abschied nehmen zu müssen, aber dafür auch immer wieder tolle neue Erfahrungen zu machen. Doch hin und wieder ist es schön bekannte Gesichter zu sehen oder mal eine Weile gemeinsam zu Reisen. So wie wir ein paar Tage mit einem sehr netten Menschen aus Aserbaidschan gemeinsam fahren durften. Er hat uns zu sich nach Hause eingeladen und da wir beschlossen haben, auf Grund der Kälte, nicht durch Armenien zu fahren werden wir ihn nun in Baku besuchen fahren. Da es am nächsten Tag regnen sollte, beschlossen wir einen Tag länger in Batumi zu bleiben. Gesagt getan, doch es regnete nicht einen Tropfen :D Dafür haben wir georgischen Kuchen probiert und der ist super süß! Selbst für mich ist er schon fast zu süß und das soll was heißen ;) Nach einem Pausentag sind wir nun wirklich los gefahren und haben die ersten georgischen Berge kennen gelernt. Sehr schön, grün, mit Bäumen und tollen Ausblicken. Hin und wieder mal kommt ein kleines Dorf und ab und zu begegnet man Kühen, Hunden, Gänsen oder auch Schweinen. Richtig, hier gehen auch die Schweine alleine spazieren :D Tagsüber fahren wir meist mit kurzer Hose und T-Shirt, doch nachts liegen wir dick eingepackt im Zelt und der morgendliche Tau macht alles klitsche nass. Ich denke, der Herbst hat uns eingeholt. Also heisst es jetzt, dem Herbst davon fahren :)

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